Gottesbeweis, Wahrheit und Zeugen

Zeugen kommen in der Bibel sehr häufig vor. So ziemlich allen Teilen und Büchern der Bibel sogar. Von Moses bis zur Offenbarung. Und für die Begriffserklärung des Wortes „Beweis“ findet man (im Internet, nicht der Bibel) dieses: „sichtbarer Ausdruck von etwas; Zeichen, das etwas offenbar macht“. Gibt es also den Gottesbeweis? Und was ist Wahrheit?

Interessant, wie ich finde. Da hat in dem Vers im Bild oben der Johannes von Gott gesagt bekommen, dass er sehen würde (sichtbarer Ausdruck), wie der Geist auf einen Menschen herabkommt (was etwas offenbar macht). Und was er dann tatsächlich sah, machte ihn zum Zeugen. Und das alles war (und ist es immer noch) – ein Gottesbeweis.

Gottesbeweis – Was sind Zeugen?

Dafür gibt es in der Bibel an mehreren Stellen Definitionen.

5Mo 19,15 Ihr dürft niemanden verurteilen, wenn nur ein einziger Zeuge gegen ihn aussagt. Um welches Unrecht oder Verbrechen es auch geht, immer sind mindestens zwei oder drei Zeugen nötig, um eine Sache zu entscheiden. [HFA] [Hervorhebungen d. mich]

4Mo 35,30 Ein Mörder muss zum Tod verurteilt werden, aber nur dann, wenn mindestens zwei Zeugen gegen ihn aussagen. Eine einzelne Zeugenaussage reicht dazu nicht aus. [HFA][Hervorhebungen d. mich]

Joh 8,17 Nach eurem Gesetz ist vor Gericht eine Aussage glaubwürdig, wenn es dafür mindestens zwei Zeugen gibt. [HFA] [Hervorhebungen d. mich]

Mmhhh … Also es braucht schonmal mindestens zwei Zeugen, bevor Etwas „wahr“ wird – oder als bewiesen gilt. Gibt es also den Gottesbeweis?

Gottesbeweis – Manches Mal ist Gott selbst ein Zeuge

1Sam 20,23 Was wir jedoch heute ausgemacht haben, das soll für immer gelten. Der HERR selbst ist Zeuge unseres gegenseitigen Versprechens.« [HFA] [Hervorhebungen d. mich]

Joh 5,37 Gott selbst, der mich gesandt hat, ist ebenfalls mein Zeuge. Aber ihr habt noch niemals seine Stimme gehört, habt ihn nie von Angesicht zu Angesicht gesehen. [HFA] [Hervorhebungen d. mich]

Also kann Johannes alleine eigentlich nichts bezeugen, oder?

Nach der Definition von oben: Nein, kann er nicht.

Johannes hatte gesehen, wie der Geist auf Jesus herab kam; und weil er gesehen hatte, glaubte er das und war fest „überzeugt„, dass es wahr war, was Gott ihm vorher gesagt hatte. Und Gott hatte ihm gesagt, dass dieser Mensch es sei, der „mit dem Heiligen Geist tauft“ – statt wie er (Johannes) mit Wasser. Johannes brauchte eigentlich ja keinen Gottesbeweis in dem Sinne. Denn er glaubte sowieso schon fest an Gott.

Nach Johannes bezeugten weitere Menschen das, was Sie von Johannes gehört hatten: „Siehe, das Lamm Gottes“. Die ersten Jünger folgten Jesus und wurden selbst Zeugen – von Worten und Taten sowie Wundern, für sie der Gottesbeweis.

Und nun gab es für das, was sie glaubten, immer mindestens zwei Zeugen: Sie selbst – und Gott!

Was Sie fest glauben, davon sind Sie auch überzeugt

In einigen „Lebenshilfen“ im Internet oder in einigen Büchern dazu (dieser Markt blüht und es tummeln sich viele schwarze Schafe!) liest man, dass man selbst feste Glaubensgrundsätze hat. Von diesen sei man überzeugt und handelt danach. Bewusst oder unbewusst. Und wenn man etwas im Leben ändern wolle, müsste man nur seine Glaubensgrundsätze erkennen und diese dann ändern. Das ist doch einfach, oder?

Glauben Sie das lieber nicht! Richtig ist, dass Sie Ihren Glaubensgrundsätzen automatisch folgen und Sie diese daher erkennen sollten! Denn nach denen handeln Sie tatsächlich. Im Guten wie im Schlechten. Daher sind Ihre Überzeugungen sehr wichtig. Aber sie ändern Ihre Glaubensgrundsätze nicht mal eben so nebenbei. Sie brauchen praktisch eine neue oder andere Überzeugung dazu, um etwas zu ändern. Überzeugung lässt sich nicht wie ein Muskel trainieren.

Die Basis jeden Grundsatzes sollte die Wahrheit sein

Aber was ist Wahrheit? Jesus sagt uns in der „Ich bin“ – Form dass er selbst die Wahrheit ist.

Interessant an der folgenden Bibelstelle ist, dass Pilatus die berühmte Frage an Jesus richtet und Jesus sie – ausgeliefert und vor seinem Richter – unbeantwortet lässt.

 Da fragte ihn Pilatus: »Dann bist du also doch ein König?« Jesus antwortete: »Ja, du hast recht. Ich bin ein König. Und dazu bin ich Mensch geworden und in diese Welt gekommen, um ihr die Wahrheit zu bezeugen. Wer sich von der Wahrheit bestimmen lässt, der hört auf mich.« »Wahrheit? Was ist das überhaupt?«, erwiderte Pilatus. Dann ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte ihnen: »Meiner Meinung nach ist der Mann unschuldig.

Johannes 18,37-38 HFA, Hervorhebung v. mir

Wenn Jesus selbst also die Wahrheit ist und er der Welt die Wahrheit bezeugt, dann sind Gott und Jesus unsere Zeugen für die Wahrheit – das sind also zwei. Bingo! Definition erfüllt!

Ihre Glaubensgrundsätze sollten also auf der Wahrheit beruhen und diese Wahrheit ist Jesus selbst.

Glauben Sie an Gott, an Jesus und an den Heiligen Geist (Dreieinigkeit), dann glauben Sie praktisch an die Wahrheit. Alle Ihre bewussten und unbewussten Entscheidungen fußen dann auf der Wahrheit. Die Wahrheit ist Ihre Überzeugung und Sie dürfen voll auf Ihren Glaubensgrundsatz vertrauen! Denn Sie zusammen mit Jesus sind ein gutes Team. Sie sind in Jesus und Er in Ihnen. Dazu schreibe ich noch einmal einen eigenen Artikel und werde ihn hier verlinken.

Sind Sie überzeugt?

Noch ein Gebet zum Abschluss.

Geliebter Vater! Lass‘ mich und die Menschen, die diesen Beitrag hier gelesen haben, immer wieder die Wahrheit erkennen, damit Du selbst zu unserem Glaubensgrundsatz wirst. Bei vielen Geschwistern bist Du das bereits, und dafür danken wir Dir. Sie treffen gute Entscheidungen auf deiner, der besten Grundlage und was Du Ihnen sagst oder zeigst, ist immer die Wahrheit. Denn in Dir ist nichts Falsches und keine Lüge. Ich danke Dir, dass ich aus dieser Überzeugung heraus an Dich und die Wahrheit glauben kann. Amen.

Beten Sie gerne mit Ihren eigenen Worten. Und ja: Sie dürfen Gott Vater nennen! Werden Sie ein Kind Gottes!

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